Archive for November, 2013

Mein siebtes Spiel: Auswärts gegen Poppenbüttel am Sonntagmorgen und wieder ein Sieg !

Montag, November 25th, 2013

Per Whatsapp stimmten wir uns den Abend vorher ein. Jetzt weiß ich auch, warum Julian vor solchen Spielen in die Gruppe einlädt: Nicht nur, damit er weiß, wer zum Spiel kommt, nein, damit er während seiner Nachtschicht genau im Blick hat, wer noch wie lange on ist…wie gut, dass ich rechtzeitig auf‘s Festnetztelefon umgestiegen war 😉 Kurz nach 5 Uhr war die Spitzenreiterin! (Wer wird nicht verraten).

Die Mannschaftsaufstellung war dieses Mal für Julian eine echte Herausforderung, aber dafür hatte er auch die ganze Nacht über genug Zeit.
Mici erklärte: „Also ich werde mich morgen umziehen. Kann aber nichts versprechen – nach jetzigem Stand sieht es nicht so supi aus“. Damit alle wusste warum, schickte sie uns dies:
Toilette

Frauke, offenbar gerade dabei ihre Tasche zu packen, postete: „Hat jemand vlt. noch ein paar schwarze Stutzen? Finde meine gerade irgendwie nicht“.

Emma und Anja hatten sich ganz abgemeldet und unserer Torhüterin postet plötzlich: „Ich hoffe, ich bin morgen fit, da ich krasse Halsschmerzen habe.“ und fiel dann doch kurzfristig wegen Mittelohrentzündung aus. Während seine Nachtschicht stellte er in Gedanken verschiedene Konstellationen zusammen, um dann vor dem Spiel wieder alles über den Haufen werfen zu müssen, da Frauke, die für Ela ins Tor gehen wollte, verschlafen hatte und Sharleen vermisst wurde. Nach längerem hin und her, erklärte sich Caro bereit, ins Tor zu gehen, bis Frauke kommt. Unser Trainer zeichnete sich trotz dieser Widrigkeiten mit Nervenstärke, Flexibilität, positiven Denken und vor allem guter Laune aus.

Wir waren alle fertig umgezogen, in unseren schicken blau-schwarz gestreiften Trikots. Mici versicherte uns, dass die das kleiner Übel seien, aber wahrscheinlich hatte sie dabei nur im Blick, dass ihr niegelnagelneuen pinkfarbenen Fußballschuhe, nicht zu den roten Stutzen passten, die wir sonst hätten anziehen müssen ;-).
Schuhe

Wir hatten Glück, denn der Schiri kam nicht und so suchte die Heimmannschaft erst einmal einen anderen Schiri. Das gab uns Zeit und wir alle hofften, dass Frauke noch rechtzeitig komme. Als dieser gefunden war, baten wir, noch ein paar Minuten zu warten bis unsere Torhüterin da sei. Für die anderen war das glücklicherweise kein Problem! Die Trainerin erklärte: „Wir wollen Spielen und Spaß haben“.

Da kam Frauke, etwas müde, noch nicht wirklich kommunikativ und ging in ihr Tor. Wir konnten endlich anfangen.

Vivi, unsere quirlige Mittelstürmerin, schoss das erste Tor. Keiner kann sich so schön freuen wie Vivi. hüpfen

Caro fehlte leider etwas Glück zum Tor, dabei hatte sie sich einige gute Chancen herausgespielt. Und auch Dodo schoss ein wunderschönes Tor…leider hatte der Schiri vorher Abseits abgepfiffen.

Frauke inzwischen hellwach, deutlich kommunikativer rief von hinten: „He, Pirko, die Blonde da rechts außen, die hast du im Blick?“ „Klar, habe ich die jetzt im Blick!“. Verlegen

Frauke litt etwas unter Vereinsamung in ihrem Tor. Bei strahlendem Sonnenschein, die Sonne stand leider sehr tief und blende sie, stand sie mit einer Hand über den Augen und jammerte: „ Mir werden die Arme lahm!“. Zum Glück spielte Mici doch durch, denn sie hielt so Frauke da hinten bei Laune.

Kurz vor der Pause jagte ich hinter einem Ball her. Wie gesagt die Sonne stand tief und wir spielten gegen die Sonne, so sah ich nicht, dass zwei gegnerische Spielerinnen ebenfalls zum Ball liefen. Ich spürte nur einen Schlag gegen meinen Kopf und sah, wie die andere Spielerin zu Boden ging. Sterne Ich fasst mich nur an die Stirn, war aber okay. Mici kam gleich auf mich zu und fragte, ob alles in Ordnung sei, was ich bejahte. Da ich keine Anstalten machte, zum Kühlen zu gehen, schickte sie mich kurzerhand raus. So verbrachte ich die letzten Minuten der ersten Halbzeit am Spielfeldrand mit einem Kühlpacks am Kopf. Natürlich hatte sie Recht, wenn ich nicht gekühlt hätte, wäre das wirklich eine Beule geworden. So hatten sich nur der Abdruck der Mütze, die die Gegenspielerin getragen hatte, in meiner Stirn verewigt.

Bis zur Pause führten wir 2:0. Julian erklärte uns in der Kabine, dass ihm das nicht reiche und er noch mehr Tore sehen wolle.

Ein weiteres Tor wollte uns zunächst nach der Pause nicht gelingen. Plötzlich war die Nr 7 durch und rannte alleine mit dem Ball auf Frauke zu. Die blieb cool, warf sich vor sie hin und wehrte den Schuss ab.

Dann hatte ich den Ball abgefangen und um mich herum viel Platz. Da hörte ich auch schon Mici von hinten schreien: „Zieh…Pirko…ja zieh..geh durch!“. Also fasste ich mir ein Herz und ging, bis dann doch eine Abwehrspielerin vor mir stand und ich noch in Richtung Sturm passen konnte.

Endlich gelang uns noch ein weiteres Tor und wir führten 0:3.

Bei Poppenbüttel spielte ein 11 Jahre ältere Spielerin. Respekt, die war wirklich gut drauf und schoss dann auch das einzige Gegentor. Frauke hatte keine Chance.

Aber wir gewannen mit 1:3 das Spiel, unser zweites in Folge, was uns den 6. Tabellenplatz bescherte.
Hüpfenviele

Woran erkennt man, dass man alt wird?

Samstag, November 16th, 2013

“Pirko, Du kannst Dir nicht vorstellen, was mir letzte Woche auf dem Konzert von Olly Murs passiert ist, es war ganz schrecklich!”, sagte mir meine Freundin Janina (34). “Und was war so schrecklich?”, fragte ich. Sie erklärte: “Ich bin ja bei solchen Konzerten immer zeitig dort. Da standen die ganzen Teenies, so zwischen 12 und 14 Jahre alt am Eingang und unterhielten sich über Hausaufgaben, Lehrer, Zahnspangen und Ausgehzeiten! Gut, das war schon klar, dass dort viele Jüngere (mit ihren Eltern) ins Konzert gehen, aber dann kam doch tatsächlich so ein Mädchen auf mich zu und fragte mich : > Entschuldigen SIE (!!!), können SIE bitte sagen, dass SIE meine MUTTER sind, damit ich länger auf dem Konzert bleiben kann?“ Ich hätte der am liebsten einen geknallt!< Das war zugegeben hart und sie ahnte: Sie ist alt! Aber woran erkennt man, dass man alt wird? Bis zu einem gewissen Alter nimmt jeder es wahr, wir fiebern gerade drauf zu: Endlich alt genug, um in den Kindergarten oder die Schule gehen zu dürfen, dann in die Disco. Endlich 16 und ich darf Wein trinken, endlich 18 um Führerschein zu machen, zu wählen und sein eigenen Lebens zu führen. Tja und dann wird es uninteressant. Irgendwann bleibt man stehen, nimmt nicht mehr wahr, dass man älter wird. Warum auch? Das erste Mal, dass ich fühlte, ich werde älter, war, als ich nicht mehr die Top Ten der Charts kannte. Okay, jetzt ist es soweit, dachte ich. Lehrer sind auch ein gutes Beispiel: Lehrer sind immer älter als man selbst, zumindest als Schüler. So muss es sein. Dann war ich auf einem Geburtstag einer Freundin, einige ihrer Freunde waren Lehrer. Oh, Lehrer sind plötzlich genauso alt wie ich. Das war schon ein komisches Gefühl, bis mein zweitältester Sohn eingeschult wurde …seine Klassenlehrerin war jünger als ich und dann einige Jahre später dachte ich, dass ein langjähriger Lehrer ein Referendar wäre. Gut…ich werde alt! Vor drei Jahren war ich mal wieder an der Uni, hörte mir eine Vorlesung an. Boa, was sich da an der Uni inzwischen getan hatte: Professoren mit Powerpoint-Präsentation und nicht mehr mit unleserlichen Schmierereien auf einem Overheadprojektor. Ich war ganz begeistert. Doch der Rest war schnell vertraut, als wenn ich gerade erst von der Uni war…bis eine Studentin sich zu mir rüber beugte und fragte: ”Entschuldigen SIE, können Sie mir einen Stift leihen?”. Sie hatte mich doch tatsächlich gesiezt! Das tat schon weh…an der Uni gesiezt zu werden. Doch dann kam es noch schlimmer: Ich war mit meiner Basketballmannschaft zusammen...nach dem Training auf ein Bierchen. Sie bestand aus Spielerinnen zwischen 18 und 39 Jahre. Ich war inzwischen die Älteste. Eine Mitspielerin erzählte, dass sie nächste Woche Führerscheinprüfung habe. Da holte die andere ganz stolz ihren Führerschein raus, zu meinem Erstaunen, eine kleine Scheckkarte. Hätte ich doch bloß meinen Mund gehalten: ”Wie!? Sieht so jetzt ein Führerschein aus? Gibt doch mal her! Wie lustig!”. Die beiden guckten mich mit großen Augen an. Dann erklärte unser Trainer, um einiges jünger als ich, ganz souverän:” Ein richtiger Führerschein sieht so aus!” und holte seinen rosa Führerschein heraus, der etwa halb so groß war wie eine Postkarte. Ich konnte nicht anders und lachte ihn aus: ”Arik, weißt du überhaupt, woher das Wort Lappen kommt?” Ich holte meinen großen, grauen Führerschein von 1985 raus.

Führerscheinkl
Man achte darauf, dass oben noch „Fräulein“ steht!

“Wie das ist Dein Führerschein? Zeig doch mal!”. Mit diesen Worten wurde er mir von meinen Mitspielerin aus der Hand genommen. Es ließ sich nicht mehr ändern. Natürlich ein Gelächter über das uralte Bild von mir, was aber noch nicht das Schlimmste war. Als er bei der 18jährigen wieder angelangt war, schaute sie ihn sich genauer an: ”So lange hast Du schon Deinen Führerschein? Da war ich ja noch nicht einmal geboren!”. Damit beendete ich die inzwischen peinliche Situation und steckte meinen Lappen schnell wieder ein.

Da wusste ich, okay, ich bin alt!

Es war ein nasskalter Abend, an dem dieses denkwürdige Spiel stattfand.

Freitag, November 15th, 2013

Es war ein nasskalter Abend, an dem dieses denkwürdige Spiel gegen Wedel stattfand.
Unter schummrigem Licht, begannen wir mit drei Abwehrspielerinnen und drei Offensivkräften schwungvoll und erarbeiteten uns im Minuten Takt große Chancen. Eine erste gelungene Aktion glückte uns über vier Stationen – Emma, unsere Linksverteidigerin spielte einen wunderbaren Pass in den Lauf von Caro, die den Ball auf die andere Seite zu Sharleen schippte. Diese nahm den Ball gekonnt mit der Brust an, drehte sich um ihre Gegenspielerin und legte quer auf Vivien, deren Schuss knapp am linken Pfosten vorbei strich.
Keine zwei Minuten später konnten wir nach unserer vierten Ecke das erste Tor erzielen. Vivien zog zwei Gegenspielerinnen auf den ersten Pfosten, sodass Sharleen alleine vor dem Tor die starkgetretene Ecke von Caro zur Führung verwandeln konnte. Euphorisiert von der frühen Führung, für uns eher untypisch, legten wir wenig später nach. Nach tollem Pass von Pirko, unserer Rechtsverteidigerin, lief Sharleen zur Grundlinie, legte den Ball klug zurück und Vivien konnte mit einem unhaltbaren Direktschuss die Führung ausbauen.

Wir erarbeiteten uns weitere Chancen, doch im Abschluss fehlte öfters das berühmte Quäntchen Glück. Um den Druck hochzuhalten, wechselte Trainer Julian die drei Offensivkräfte aus und brachte mit Dodo, Birgit und Anja eine neue Sturmreihe, die sich zahlreiche Chancen erarbeite, ohne sich jedoch mit einem Tor zu belohnen. Wir probierten neue Positionen aus, in dem die Stürmerinnen hinten spielten und die Abwehrspielerinnen vorm gegnerischen Tor Druck ausüben sollten. Dieses Experiment wirkte sich zuerst negativ auf den Spielfluss aus, aber mit der Zeit fanden sich unsere extrem flexiblen Spielerinnen immer besser zurecht und konnten den Gegner ein ums andere Mal in Verlegenheit bringen.

In der Halbzeit konnten wir uns erwärmen, ein paar Worte des Lobes abholen und neue Kraft für eine intensive zweite Halbzeit sammeln.
Wedel kam ein wenig mutiger aus der Kabine, scheiterte jedoch jedes Mal an der starken Torfrau Ela, die nicht nur durch gute Paraden auffiel, sondern durch extrem schnellausgeführte und präzise Abschläge zahlreiche gute Chancen vorbereitete.
Angeführt von der überragenden Kapitänin Mici, steigerte man sich in der zweiten Halbzeit kontinuierlich und nach fünfzehn Minuten war es Anja, die mit einem starken Schuss an der gegnerischen Torfrau scheiterte.
Doch wenig später war es soweit – nach einem tollen, eröffnenden Pass von Sharleen, leitete Emma geschickt zu Mici weiter, die überlegt ins rechte Eck schob und für die Vorentscheidung sorgte.
Nach weiteren zahlreichen Wechseln, konnte Sharleen nach toller Kombination von Birgit, Dodo und Caro auf 4:0 erhöhen, was gleichbedeutend mit dem Endstand war.

Wedel

Was am meisten am Spiel überraschte, war die mannschaftliche Geschlossenheit und eine starke Leistung von der Nr. 1 bis zur Nummer 14. Großer Einsatz, hohes Laufpensum, starkes Pressing und wundervolle Kombinationen ließen den Sieg auch in dieser Höhe verdient erscheinen und begeisterte die zahlreichen Fans.

Nach dem Spiel feierte die Mannschaft den Sieg und nachträglich den Geburtstag von Vivien bis spät in die Nacht.

© Julian

Mein 5. Spiel und das Erste vor meinen Fußballmännern

Montag, November 11th, 2013

Mein 5. Spiel, diesmal gegen den Tabellen 2. Altona 93, bei super schönen blauen Himmel, allerdings lediglich 7 Grad, am Sonntagnachmittag. Und ich war wieder etwas aufgeregter, denn meine Fußballmänner hatten sich zum Zugucken angekündigt. Julian hatte mir gleich gesagt, ich sollte sie lieber zum Mittwoch einladen, da wir da gegen Wedel spielen würden.
Ruben, mein 6 jähriger begrüßte mich: ”Mama, ihr verliert ja doch!”. Super Motivation. Von 93-Fans wurde ich dann auch noch gefragte: “Wem denn dieses Kind gehöre! Da hätten die Eltern wohl was falsch gemacht!”.
Kai war auch da und guckte zu. Beim Basketball hatte er das auch oft gemacht und da war ich weniger nervös. Aber kein Wunder, von Basketball verstand er auch nichts und kann es selber auch nicht spielen. Aber Fußball, das ist was anderes. Zum ersten Mal sah er mich in Aktion. Aber nicht nur meine Männer wollten mich sehen, sondern auch Janina eine ehemalige Basketballkollegin und Freundin. Ich hatte sie schon versucht mit zum Fußball zu locken, aber bislang noch erfolglos. Sie hatte natürlich ihre Kamera dabei und ich freute mich gleich auf Fotos vom Spiel (Vielen Dank für die Fotos :-)). Und auch Sharleen, leider verletzt, kam zum Zugucken und Anfeuern.

FußballAltona20131
Emma und Pirko

Leider waren wir auch noch nur zu siebt. Mici, Emma, Dodo, die noch nicht wirklich wieder einsatzfähige Anja, Birgit und ich. Durchschnittsalter 33.
Julian versuchte uns positiv einzustimmen: Wie gegen den HSV hätten wir auch hier jede Möglichkeit und bat uns, dieses Mal doch die ersten Minuten nicht zu schlafen. Wir spielten hinten mit vier Abwehrspielern und vorne mit Anja und Birgit im Sturm.
Altona kam im Gegensatz dazu mit 10 Spielerinnen. Konnte also Auswechseln. Gleich von Anfang an wenigstens eine sympathische Mannschaft und da unsere Stimmung auch gut war, freute ich mich auf das Spiel.

FußballAltona2013
Pirko und Mici

Leider haben wir Julians Bitte nicht entsprochen und gleich in den ersten Minuten wieder ein Gegentor eingefangen. Aber es blieb nicht bei dem Tor, sondern noch zwei weitere folgten. Sehr sympathisch war dann, als Mici eine super Weitschuss aufs Tor zimmerte, dass sie von den Altonaern Applaus bekam. Das Spiel war insgesamt sehr fair, es wurde nicht gefault, nicht gepöbelt und auch der Schiri war gut, außer dass er ein Abseitstor gegen uns gab :-(.

FußballAltona3

Unser Sturm arbeite vorne, trotz aller Widrigkeiten, ganz tapfer und holte zumindest ein paar Ecken heraus. Eine davon schoss Anja so scharf vors Tor, dass die Torhüterin diesen nicht richtig hielt und er ins Tor ging. Und so stand es zur Halbzeit 1:3.
In der Pause baute uns Julian auf: Es sei doch noch alles drin. Auch gegen den HSV hätten wir doch ein Unentschieden herausgeholt.
Leider schafften wir nicht, das umzusetzen und Altona schoss noch drei weitere Tore. Aber immerhin hatte ich meinen ersten Torschuss und das mit Links.

Wir können zaubern…

Montag, November 4th, 2013

…zugegebener Maßen haben wir das im letzten Spiel nicht am Ball gezeigt, aber immerhin haben wir ein imaginäres Tor gegen Germania geschossen. Das ist doch auch schon was! Und wie kam es dazu? Ok, es war nicht unser Spiel. Tatsächlich haben wir 5 Tore gefangen und leider nur eines geschossen. Aber der Schiri hatte Schwierigkeiten mit dem Zählen, denn im Spielbericht hatten wir nur 4:2 verloren.

Aber fange ich mal von vorne an. Gut gelaunt, über WhatsApp hatten wir uns schon eingestimmt, kamen wir pünktlich in Schnelsen an. Wir waren sehr zuversichtlich, wenn wir schon gegen den ersten ein 2.2 herausholten, warum nicht gegen den aktuellen 5. gewinnen. Noch dazu, wo wir einen Spitzenneuzugang mitbrachten: Sharleen´, die im Training vielversprechend einige Tore geschossen hatte und von Julian in windeseile mit einen Spielerpass ausgestattet wurde. In der Umkleidekabine fragte sie dann ganz vorsichtig, ob sie mit der Trainingsjacke von Meckelfeld auflaufen dürfte. Wenn wir noch nicht mal einen Trainingsanzug für sie hatten, was sollten wir sagen? Ach übrigens Trainer: Hast Du schon für Sharleen und mich einen bestellt?

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So machten wir uns erst einmal warm. Unsere Torhüterin machte dies mit einem Becher Kaffee von innen und guckte uns zu.
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Kurz nach dem Anpfiff klingelte es schnell das erste Mal. „Ok, nicht schlimm, war beim Spiel gegen den HSV auch so.“, dachte ich noch. Wir blieben ruhig und spielten weiter. Leider blieb es nicht dabei. Aber wir hatten auch unsere Chancen, insbesondere immer wieder Sharleen. Doch ein Tor sollte dieses Spiel bei ihr nicht sein. Dafür traf Frauke. Super! Geht doch! Dafür wurde sie dann auch mehrmals kräftig von den Füssen geholt und musste nach der Pause auch raus und saß erst mal am Rand. So wie Mici, die einfach umgenietet wurde. Die besondere Härte von Germania war für uns nicht nachvollziehbar. Das hätten sie gar nicht nötig gehabt. Leider hat der Schiri mal wieder nicht deutliche Zeichen gesetzt, was dazu führte, dass unsere Schlachtenbummler – ja, das haben wir tatsächlich 🙂 – den Schiri verbal etwas angingen. Der unterbrach das Spiel und diskutierte mit ihnen am Spielfeldrand.

Auch mein Spiel war es dieses Mal nicht. Aber am meisten gefrustet hat mich, dass eine Spielerin von Germania mit Ball schneller war als ich ohne. Ich könnte sage, sie war auch maximal halb so alt wir ich. Aber ich will auch nicht von einer 20 jährigen überlaufen werden. He, das tut weh!

Wenigstens hat das Spiel unser guten Laune kaum geschadet. Auf dem Rückweg informierten wir Vivi per Whatsapp über das Ergebnis, unser imaginäres Tor und diskutierten, ob wir dem Schiri eine Brille oder besser einen Taschenrechner empfehlen sollten.