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„Gott nahe zu sein ist mein Glück.“ (Psalm 73, 28)

Sonntag, Januar 12th, 2014

So lautet die Jahreslosung 2014. Sie hat mich sofort angesprochen, was nicht selbstverständlich ist. Die aus 2013 hatte ich schon vergessen und musste erst nachschauen. Gut erinnern kann ich mich an die aus 2006 “Ich lasse dich nicht fallen und verlasse Dich nicht”. Im Jahr 2006, ein für mich ganz wichtiges Jahr, in dem sich ein Teil meines Lebens komplett verändert hat, war es eine ganz besondere Aussage, die mir viel Mut gemacht hat, meinen Weg zu gehen. Als ich dann mit Ruben schwanger war, wusste ich sofort, das wird sein Taufspruch.

Losung2014
© Birgit Steinert

Sofort angesprochen hat mich auch die Losung für den Kirchentag in Hamburg “Soviel Du brauchst”. Der Schal hängt immer noch in meinem Zimmer. Ja, soviel ich brauche, dachte ich, genau, das möchte ich, nicht weniger, aber auch nicht mehr und Gott wird es mir geben, ich muss nur darauf vertrauen. Mit diesem Motto haben ich dann auch den Kirchentag erlebt, meinen ersten.

Die Jahreslosung 2014 hat mich sofort an meinen “Fast-Konfirmationsspruch” erinnert. Mein Pastor hatte für mich herausgesucht: “Mein Leib und Seele freuen sich in dem lebendigen Gott.” doch mit 15 konnte ich damit noch nichts anfange, aber auch ohne mein Konfispruch zu sein hat er mit immer wieder durch Leben begleitet.

Und nun zu Losung 2014 “Gott nahe zu sein ist mein Glück”. Genauso fühle ich es, was für ein Glück. Das weiß ich jetzt zu schätzen, wo ich ihm wieder nahe bin. Das erste Mal in meinem Leben hatte ich das Gefühl, ihn verloren zu haben. Für mich war 2013 kein schönes Jahr, zumindest die erste Hälfte. Alles in meinem Leben war gerade dabei zu zerbrechen, mein Leben rieselte wie Sand durch meine Hände, ich konnte es nicht auffangen. Ich war am Boden zerstört und fühlte mich so einsam. Selbst Gott war für mich nicht mehr da. Ich fand keinen Zugang zu ihm, so verschlossen hatte ich mich. Noch nicht einmal beten konnte ich. Das war unerträglich. Nicht einmal nach Tobias Tod hatte ich ihn verloren, sondern er war mir so nah wie nie zu vor. Anders hätte ich diese Zeit auch kaum überstanden.

Doch durch den Kirchentag und viele Gespräche mit meiner Freundin konnte ich mich wieder öffnen und so bin ich glücklich, ihm wieder nah zu sein.