Büchertipps
Die Mütter-Mafia
von Kerstin Gier
Kurzbeschreibung (Amazon)
Deutschland sucht die Super-Mami! Es gibt sie, die perfekten Mamis und Bilderbuch-Mütter, die sich nur über Kochrezepte, Klavierlehrer und Kinderfrauen austauschen. Doch eigentlich sind sie der Albtraum jeder Vorstadtsiedlung. Dagegen hilft nur eins. Sich zusammenrotten und eine kreative Gegenbewegung gründen: die »Mütter-Mafia«! Ab jetzt müssen sich alle braven Muttertiere warm anziehen
Mein Kommentar
Eine Freundin hat mir das Buch zugeschickt. Ich habe es ausgepackt und fast nicht mehr losgelassen. In zwei Tagen hatte ich es gelesen. Pascal hat mich immer wieder gefragt, warum ich denn so lache!
Mit der Conny hat man am Anfang zwar echt Mitleid, dann eine totale Wut, was sie sich gefallen lässt. Ich habe nur gedacht: He, was hast sie mir da eigentlich angetan mit dem Buch? Das ist ja das Grauen .hoffentlich bekomme ich keine Alpträume!“ Doch ich musste weiterlesen und dann habe ich mich nur noch amüsiert.
Es geht um eine Mutter zweier Kinder, die nach der Trennung von ihrem Mann in eine Vorstadtsiedlung zieht. Dort trifft sie auf die Super-Mamis, die ein eigenes Internetforum haben und sich dort austauschen. Am liebsten hätte ich gleich alle Interneteinträge gelesen. Was für Zicken .Die erinnerten mich total an die Muttis aus dem Waldkindergarten, in den unser Gideon ging ( als Zugezogene hatte ich eben keine Wahl und es war eine schlechte Wahl). Wenn Gideon sich verabreden wollte, dann hieß es: Nein, heute geht es gar nicht, da geht Paula erst zum Englisch und danach zum Tanzen. Morgen würde es nach der Musikalischen Früherziehung gehen so ab 16:30. Mittwoch ist Wassergewöhnung und danach ist Paula zu kaputt, Donnerstag Kinderturnen und Freitag ist ja Omatag, da ist sie gar nicht da. Ich habe dann immer ein Krise bekommen. So waren die alle. Wenn ich erklärte, nee Gideon geht nur Montags zum Schwimmen, sonst kann er immer am Nachmittag, da haben die bestimmt gedacht, was für ein armer Kerl, der werde ja gar nicht gefördert.
Zum Schluss hatte ich kein Mitleid mehr mit Conny, weil sie das gar nicht mehr nötig hatte.
Sehr zu empfehlen für kurzweilige Stunden und um festzustellen, dass man glücklicherweise nicht zu den Super-Mamis gehört!
Nur mal eine Kostprobe der Interneteinträge:
Nichts für ungut, Gitti,aber keiner, der auf seine Linie achtet, würde diese Fett- und Zuckerbombe nachbacken. Außerdem heißt es nicht ein Teig zusammenrühren, sondern Einen Teig, weil der Teig in diesem Fall das Objekt darstellt. Immer dran denken: Wir müssen ein Vorbild für unsere Kinder sein.
Frau Porschke unser Kinderfrau, hat uns mitgeteilt, dass sie nur noch bis zum Sommer bei uns arbeiten kann, da sie wegen der Versetzung ihres Mannes umziehen werden. Natürlich sind wir traurig darüber, denn Frau Proschke hat ein goldenes Herz, sie liebt unsere Mäuse wirklich abgöttisch und kann hervorragend bügeln, aber ich hatte von Anfang an meine Zweifel, ob jemand ohne Schulabschluss der richtige Umgang für zwei so aufgeweckte Mädchen ist.
Die kalte Schulter und der warme Händedruck: Ganz natürliche Erklärungen für die geheime Sprache unserer Körper
von Allan Pease, Barbara Pease
Aus der Amazon.de-Redaktion
Dieses Buch wird Ihnen zeigen, was Ihnen bisher entgangen ist. Und das ist, wie knapp 370 Seiten zeigen, offenbar eine ganze Menge. Körpersprache von Kopf bis Fuß, nonverbale Kommunikation mit Signalen, Zeichen, mit Gestik und Mimik. Und das alles präsentiert in entlarvender, dazu höchst amüsanter Form, plakativ, witzig, bestückt mit unendlich vielen Beispielen, Beobachtungen und Belegen. Eine großartige Lektüre!
Kaum zu fassen, auch nach dem Millionenseller Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken und anderen Bestsellern ist das Pulver des Autorenduos längst noch nicht verschossen. Die beiden erfolgreichsten Kommunikationstrainer der Welt halten uns erneut humorvoll und unterhaltsam, aber auch sachlich und fachlich fundiert den Spiegel vor. Schließlich beruhen die verblüffenden und oft überraschenden Erkenntnisse aus der Körpersprache nicht nur auf langen und intensiven, vergleichenden Beobachtungen, sondern basieren auch auf neusten Erkenntnissen aus Evolutions-, Gehirn- und Verhaltensforschung. Im Nu schaffen sie es, dass schnell ganz unbewußte Gesten, spontane Bewegungen, diese eine bestimmte Kopfdrehung oder jene Handbewegung, diese Körperhaltung oder jener Augenaufschlag viel mehr über uns aussagen, als uns manchmal lieb ist. Körpersprache unterstreicht Wesenszüge, belegt Absichten, läßt auf innere Empfindung schließen und überhaupt, sie ist so viel älter als Sprache in Ton und Wort.
Kurze Kapitel zur Magie des Lächelns, der Macht der Hände, den Augensignalen, zu Beinen, die Gedanken offenbaren oder auch den Kommunikationsmitteln Brille, Zigarette und Make-up, sie sind leicht verständlich für jedermann geschrieben, sehr eingängig durch viele Beispiele aus Alltag und hoher Politik, illustriert mit Fotos aus der Promiwelt und Skizzen, die Gesprächssituationen darstellen. Beim abschließenden Test darf man zeigen, wieviel Spaß und Erkenntnisse das Buch gebracht hat. Natürlich geht es auch wieder um herzerfrischende Unterschiede zwischen Männern und Frauen. So beherrschen Männer noch nicht einmal ein Drittel der Gesichtsausdrücke, die Frauen zur Verfügung stehen….Deshalb wirken die meisten Männer so hölzern, wenn sie zuhören. Nun, da könnte die Lektüre ja helfen…
Mein Kommentar
Ein total interessantes Buch, in dem zugegebener Maßen die Männer nicht besonders gut wegkommen. Insbesondere wenn es um den Blickkontakt geht. Mein Liebenlingskapitel Augensignalen. Dort heißt es:
Ein Experiment an der …Universität hat gezeigt, dass die Meisten Männer nicht in der Lage sind, das erste Blicksignal einer Frau zu entschlüsseln, so dass sie es normalerweise dreimal wiederholen muss, bevor der Durchschnittsmann es wahrnimmt, viermal bei ziemlich schlaffen Typen und fünfmal oder mehr bei echten Blindgängern.
Die Macht der Hand. Jetzt weiß ich auch, warum ich Typen, die einem zur Begrüßung die Hand mit der Handfläche nach unten entgegenstrecken schon immer zum kotz…. fand:
Der Vorstoß mit der Handfläche nach unten erinnert an den Hitlergruß und ist ein besonders aggressiver Handschlag, weil er dem Empfänger kaum eine Chance lässt, eine gleichberechtigte Position einzunehmen. Der Händedruck ist typisch für einen herrischen Menschen, der stets als Erste die Hand ausstreckt. Dabei wird der Arm steif vorgeschoben. Die Handfläche weist bereist nach unten und zwingt den anderen, die unterlegene Haltung einzunehmen.
Ich fand es total spannend, wie viele Gesten es gibt, auf die man überhaupt nicht achtet, insbesondere, wenn man sie selbst macht. Ein Buch, das ich gerne öfter mal wieder zu Hand nehmen würde. Leider kann ich das nicht, weil ich es mir aus der Stadtbibliothek ausgeliehen habe. Aber vielleicht werde ich es mir dann mal kaufen.

