Gottesdienste müssen Spaß machen

Gottesdienst in St.Paulus

Ja, Gottesdienste machen mir Spaß, ganz besonders hier in St. Paulus. Macht es nicht Spaß eine ganze Stunde Gott nah zu sein, Lieder zu singen und Geschichten zu hören?

Mal im Ernst: Gottesdienste hier in St. Paulus machen mir Spaß, aber nicht Spaß in Form von: Es ist lustig, es gibt viel zu lachen, ich kann mich unterhalten lassen. Natürlich, auch in Gottesdiensten kann es Momente geben, in denen gelacht wird, aber das ist es nicht, was ich meine. Gottesdienste machen mir Spaß, wenn ich mich ganz auf sie einlassen kann, wenn ich eine Stunde ganz dabei bin und wenn ich etwas mit nach Hause nehme. Ein Gottesdienst bedeutet für mich, gute Musik zu erleben, zu singen, auch wenn ich nicht wirklich gut singen kann, einer Band oder der Kantorei zu zuhören oder wenn David Schollmeyer Orgel spielt. Gottesdienst bedeutet für mich, ganz einzutauchen in eine Geschichte, die mein Herz berührt, von einer Predigt eingefangen zu werden, die etwas in mir öffnet. Gemeinsam ein Gebet zu sprechen und dabei zu fühlen, ich bin nicht alleine mit meinem Glauben. Gottesdienst bedeutet für mich auch, das Abendmahl zu feiern und dabei zu spüren, Gott  ist bei uns.
Ich genieße sehr die verschiedenen Gottesdienste hier in St. Paulus: den ursprünglichen Gottesdienst am Sonntag um 10 Uhr, geführt von einer Liturgie, die wie ein Ritual mir Halt gibt, den Zwischenhaltgottesdienst, der jedesmal etwas ganz Neues offenbart und auch den Feierabendgottesdienst, der einlädt zum Mitmachen.
Jeder Gottesdienst ist etwas ganz besonderes, etwas was mir ganz besonders gut tut.

April 2007
veröffentlicht im Paulusbrief

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