Was für ein cooles Spiel und das gegen den HSV! Was wurde mir Angst gemacht von meinen Mitspielerinnen: „Die gewinnen immer!“, „Die haben in dieser Klasse gar nichts zu suchen…!“ und „Hoffentlich verlieren wir nicht zweistellig!“. Tja haben wir nicht, nicht mal einstellig! Ein mehr als verdientes Unentschieden 2:2 haben wir herausgeholt. Warum habe ich meine Männern eigentlich gebeten, nicht gerade bei diesem Spiel zum Zugucken zu kommen. Jetzt ärgere mich.
Die Damen vom HSV kamen nur zu siebt. Das war schon mal gut, sie konnten also nicht auswechseln. Blöd war nur, wir waren am Anfang auch nur zu siebt. Zwei unser Stürmerinnen fehlten… Caro hatten Vivi noch vom Bahnhof abgeholt und als wir starteten, waren sie zumindest schon umgezogen, nur noch nicht warm.
Leider hatten wir auch gleich keinen guten Start. Der HSV schoss in den ersten 5 Minuten kurz hintereinander zwei Tore. Oje, dachte ich, sollten die anderen Recht behalten? Aber dann stand die Abwehr und unser Spiel wurde immer sicherer. Wir hatten sogar die ersten Torschüsse. Leider noch keine Treffer. Ich tunnelte meine Gegenspielerin, die etwas gefrustet rief: “Oh, nein jetzt werde ich auch noch getunnelt!“ und wir merkten: „He, da geht doch noch was!“
Dann kamen Caro und Vivi für Dodo und Birgit rein. Die eine Spielerin vom HSV witzelte noch: “Schaut mal, den ersten Sturm haben wir schon verschlissen!“. Doch das war sicher nur der Frust, denn sie konnten ja nicht auswechseln und nun waren unsere Youngster vorne am Zug, die die Abwehr dort ganz schön aufmischten. Caro schoss beinahe eine Ecke direkt ins Tor und hatte auch sonst einige Torchancen.
Den Sturm vom HSV hatten wir vier: Emma, Frauke, Mici und ich ganz gut im Griff. Ich erinnerte mich an den Ruf von Mici :“Niemand steht hinter mir!“ und ging ein Schritt vor und so stand die 13 ganz wunderbar im Abseits und zum Glück sah es der Schiri auch und pfiff ab. Leider schafften wir zur Pause das Anschlusstor nicht mehr, aber mit nur zwei Gegentoren gingen wir ganz guten Mutes in die Pause.

„kann gar nicht verstehen, warum der HSV die Größe des Spielfeldes bemängelt hat…(Ela unsere Torhüterin)
Julian war begeistert. Er lobte uns und machte uns Mut, dass wir nicht nur mithalten, sondern das Spiel noch drehen können, schließlich haben Mici und Ela schon Bier und Brause zum Feiern mitgebracht. Er erklärte, dass Frauke nun offensiver spielen sollte und er wolle mindestens ein Tor sehen.
Die Taktik sollte aufgehen. Wir wurden vorne zunehmend stärker und Birgit schoss das erst Tor. Frauke quatschte nun nicht mehr die 13 im Sturm voll, sondern erklärte ihre Gegnerin, nachdem sie zweimal über den ganz Platz gelaufen war, dass sie dies nun in den nächsten 40 Minuten weitermachen werde, ob es ihr passe oder nicht, da müsse sie eben durch ;-). Aber Frauke redete nicht nur, sondern schoss dann auch das zweite Tor. Unser Jubel war unglaublich.
Dann wurde es noch einmal kritisch. Gegen uns wurde am 16 Meterraum ein Freistoß gepfiffen. „Ok, ich bin in der Abwehr, also stellte ich mich mal mutig mit Mici und Frauke in die Mauer.“, dachte ich. Die Spielerin schoss und der Ball flog zwischen die Köpfe von Mici und Frauke – glücklicherweis nicht bei mir. Aber Ela hatte aufgepasst und hielt den Ball ganz sicher. So wie sie im Spiel auch immer souveräner wurde und sicher das eine oder andere Tor verhinderte.
Wir hielten mir vereinten Kräften das Unentschieden tatsächlich und freuten uns nach dem Spiel wie die kleinen Kindern. Wir gut, dass Mici und Ela was zum Feiern besorgt hatten. 🙂
