Taufe als Baby oder Erwachsener?

 Ruben unter WasserVor drei Wochen ist unser jüngster Sohn Ruben geboren und für uns ist es keine Frage, dass er noch als Baby getauft wird. Häufig begegne ich anderen Eltern, die erklären:“ Nein, wir haben unser Kind nicht taufen lassen, dass soll es später mal selber entschieden!“. Im ersten Augenblick hört sich dies sehr einleuchtend und überzeugend an: Ich möchte doch mein Kind nicht zu etwas zwingen, ihm etwas „überstülpen“, so könnte man argumentieren. Doch in mir widerspricht alles.

Ich selber bin auch als Baby getauft worden, später bin ich dann in einen evangelischen Kindergarten gegangen und habe Kindergottesdienste besucht und meine Mutter hat als ich klein war abends mit mir im Bett gebetet. Ist mir damit der Glaube aufgezwungen worden? Ich habe es damals nicht so empfunden und empfinde es heute auch nicht so.

Nein, ich bin einfach damit aufgewachsen, ganz natürlich und habe alles das als etwas Schönes empfunden. Ganz besonders, dass es da einen lieben Gott gibt, der mich kennt, immer bei mir ist und der mich liebt. Und genauso möchte ich auch, dass meine Kinder mit diesem Gefühl aufwachsen: Mit dem Wissen, ich bin ein ganz besonderes von Gott geliebtes Geschöpf. Da für mich auch eine Gemeinschaft dazugehört, in der man zusammen Gottesdienste feiert, betet und etwas über die Bibel erfährt, möchte ich natürlich auch, dass unser Kind in diese Gemeinschaft aufgenommen wird, Gottes Segen erhält und dazu gehört für mich auch die Taufe im allgemeinen sonntäglichen Gottesdienst. Anschließend werden wir, wie auch die anderen Taufe, nicht nur in unserer Familie, sondern mit unserem ganzen Freundeskreis feiern, weil es für uns etwas ganz besonderes ist. Wenn sie dann 14 Jahre alt sind, werden sie ganz alleine entscheiden, ob mit diesem Glauben und in dieser Gemeinschaft weiterleben möchten und dies dann gegebenenfalls mit der Konfirmation bestätigen.

ursprünglich geschrieben 30.12.2006
veröffentlicht im Paulusbrief

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